Chirurgische Praxisklinik Neustadt - Hendrik Zimmermann, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, Fußchirurgie, Unfallarzt der Berufsgenossenschaften, D-Arzt
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Ellenbogen

Schleimbeutelentzündung (=Bursitis olecrani) am Ellenbogen

Schleimbeutel schützen besonders hervortretende Knochen (z.B. am Ellenbogen, am Kniegelenk über der Kniescheibe, aber auch am Großzehen und im Bereich der Schulter).

Nach Verletzung oder durch chronische Belastung (z.B. langes Knien beim Fliesenleger) kommt es zu einer Schwellung und Entzündung. Oft bleiben die Schwellungen durch eine Verdickung des Schleimbeutels auf Dauer. Punktionen helfen meist nicht dauerhaft. Dann kann lediglich die operative Entfernung des verdickten Schleimbeutels auf Dauer helfen.

Sulcus-ulnaris-Syndrom

Der Ellennerv wird in seiner Rinne am inneren Ellenbogenanteil eingeschnürt. Führen konservative Maßnahmen (Ruhigstellung im Gips, lokale Infiltrationen etc.) zu keiner Besserung und wenn, insbesondere Gefühlsstörungen des Klein- und Ringfingers bleiben, muß eine operative Freilegung und eventuell eine Verlagerung des Nervens durchgeführt werden.

Tennisellenbogen

Eine akute oder häufig auch chronische Reizung des äußeren Ellenbogenknorrens von meist ungeklärter Ursache. Gelegentlich ist die Überanstrengung der Streckmuskulatur am Unterarm als Ursache auszumachen. Die Streckmuskulatur setzt mit ihrem sehnigen Anteil am äußeren Ellenbogenknorren an.

Im Vordergrund der Behandlung stehen konservative Maßnahmen. Krankengymnastik, lokale Friktionsmassagen, Injektionen und häufig mehrwöchige Ruhigstellungsphasen im Oberarmgips! Alle Verfahren haben jedoch eine hohe Mißerfolgsrate. Leider trifft dies auf für die Denervierungsoperationen (z.B. nach Hohmann-Wilhelm) zu, so daß diese nur nach völligem Versagen aller konservativen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden sollte.